Liebe Person die das liest,
Ich könnte hier über so viele Dinge die ich schon verloren habe. So viele materielle Sachen die ich im laufe diese 24 Jahre gehabt habe, Sachen die ich in die Erinnerung zurückgelassen habe, Sachen die ich irgendwo vergessen habe. Am Ende sind es aber das was die sind: Sachen. Objekte. Materielle Dinger, die man letztendlich (meistens) leist ersetzen kann. Nein, über solche Verluste werde ich dich nicht belasten. Du hast bestimmt genug Sachen die du verloren hast… vielleicht suchst du sogar momentan einer dieser Sachen? Ist das nicht dass leben? Dieses ewiges verlieren, suchen und finden? Manchmal findet man halt nicht das was man sucht, aber etwas wird man immer finden… und ich verliere hier mal wieder den Faden. Ach ja, ich wollte was erzählen. Was über Verlust und zwar über das verlieren von einem lebewesen zur Ewigkeit. Das ist so ein Thema was ziemlich jeder Mensch mit ein empathischen Gefühlen angehen kann, jeder hat mal ein Lebewesen verloren den man geliebt hat. Quatsch, den man immer noch liebt. Die Liebe, diese verliert man nicht. Die bleibt, auch wenn das Wesen sich zu die Ewigkeit entschlossen hat. In diesem Fall, war es meine Katze, Frida. Ach, hättest du mal die Ehre sie kennenzulernen! Sie war eine ganz kleine schwarz-weiße mietze, die sehr viel Aufmerksamkeit brauchte. Aber wer braucht das nicht? Ich weis das ich es auch brauche, weswegen wir so gut zueinander gepasst haben. Sie hatte viel Energie. Wollte immer spielen… bis sie es nicht mehr wollte. Bis sie keine Energie mehr hatte. Vergiftet ist sie verstorben. Das interessante bei der Sache Verlust ist: bevor man es erlebt hat, denkt man das man anders reagieren wird. Weil ich so cool bin (zwinker zwinker) , dachte ich immer das ich sehr entspannt mit so einem Verlust umgehen würde. Bullshit. Das werde ich dir sagen: es tat weh. Nicht nur metaphorisch. Verlust tut physisch weh. Mein ganzes Körper kribbelte, aber nicht dieses gute kribbeln, sonder dieses unangenehmes Kribbeln. Als hätte man mich im Eis kalten Wasser geschmissen mitten im Winter. Ja, so hat sich dieser Verlust angefühlt. Du denkst dir bestimmt jetzt: Aber Clara, ist ja ein Tier… mit einem Mensch ist das noch viel schlimmer! Ich weis. Ich hab auch schon Menschen verloren. Da musst du dieses Gefühl was ich beschrieben habe einfach zehn mal schlimmer vorstellen. Und dazu, kommen die schlaflosen Nächte. Die Tränen die nicht aufhören zu laufen. Die Schwierigkeit um richtig atmen zu können, als würde dein Körper sagen: wie soll ich weitermachen in eine Welt wo es diese Person nicht mehr körperlich existiert?
Aber man macht weiter. Der Schmerz wird durch die Zeit und durch Ablenkung verblendet. Und man lebt weiter und man wird wieder glücklich… der Verlust ist da, aber man geht mit ihm um.
Warum ich dir das schreibe? Weil jeder damit irgendwann konfrontiert wird, und vielleicht liest du das und es kann dir weiterhelfen. Oder du kannst mitfühlen. Ich weiß nicht warum ich das schreibe.
Mit liebe,
Clara